7 Tipps um SEO Fehler zu vermeiden

Königsdisziplin SEO – die häufigsten Fehler

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist nicht immer so leicht, wie man denkt oder manch ein selbst ernannter SEO-Guru in seinen Kurzvideos weis machen will. Zwei oder drei Texte schreiben und mit hübschen Bildern versehen, ein paar Zeilen Code einfügen und eine Call-to-Action platzieren – schon läuft der Laden und dein Konto füllt sich von alleine. Zu schön, um wahr zu sein und leider mehr Utopie als Realität. Es bedarf weitaus mehr als das, um die eigene Webseite oder den Onlineshop auf einer guten Position in den Suchergebnissen wiederzufinden. Selbst in einer absoluten Nische nicht. Wir möchten dir mit unserem Artikel aufzeigen, wo die Suchmaschinenoptimierung überhaupt zum Tragen kommt und welche SEO-Fehler nur darauf warten, von dir begangen zu werden. Dabei zeigen wir dir nicht nur die gängigsten Probleme auf, sondern erklären dir auch wie du diese vermeiden oder beheben kannst.

Worauf es bei SEO hauptsächlich ankommt

Es gibt weltweit zahlreiche Suchmaschinen. Zu den bekanntesten gehören Google, Bing, Yahoo, Baidu, Qwant, DuckDuckGo, Ecosia, Swisscows und viele mehr. Alle haben eines gemeinsam: Sie wollen die Suchintention des Nutzers möglichst genau erfüllen und die relevantesten Suchergebnisse zur richtigen Zeit ausspielen. Damit das funktioniert, solltest du als Webseitenbetreiber die wichtigsten Kernbereiche der Suchmaschinenoptimierung beachten und umsetzen:

  • Content-Marketing-Strategie
  • Onpage-Optimierung
  • Offpage-Optimierung
  • Technisches SEO
  • User-Experience

Dein Hauptziel sollte sein, bei Google & Co. mit den richtigen Ergebnissen gefunden zu werden, um dadurch dein Unternehmensziel zu unterstützen. Damit die Suchmaschinen deine Webseite oder deinen Shop jedoch überhaupt als relevant für eine Suchanfrage oder einen bestimmten Suchbegriff bewerten können, musst du den richtigen Inhalt bieten und in der richtigen Form zur Verfügung stellen – z. B. durch Anreicherung von strukturierten Daten. Zudem solltest du deinen Fokus auf das Nutzererlebnis legen, denn nur dann wird der Besucher eine positive Verbindung mit deiner Marke aufbauen und im Optimalfall eine Conversion erzeugen – egal ob das nun ein Sale, eine Kontaktaufnahme, das Lesen eines Textes oder der Download eines Dokumentes ist. Wie du sicherlich spätestens jetzt erkennen kannst, ist SEO ein sehr wichtiger Teil der gesamten Online-Marketing-Strategie und darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Als Digitalagentur stehen wir dir gerne beratend und unterstützend zur Seite, damit deine Webseite ein gutes Ranking erzielt und von Suchenden gefunden wird.

Die 7 häufigsten SEO Fehler und wie du sie beheben kannst

Wenn du bei den Suchmaschinen langfristig eine gute Platzierung erreichen möchtest, dann solltest du bei der Optimierung deiner Seite einige Dinge vermeiden:

1. Unpassende Keywords

Du verspielst viel Trafficpotenzial, wenn du deine Keywords nicht vernünftig recherchierst und dadurch zu generisch oder nur aus der Unternehmensbrille betrachtest. Hier ist es wichtig herauszufinden, wonach die Personen suchen, die man erreichen möchte. Wenn du in einem stark umkämpften Markt unterwegs bist, dann ist es nicht immer von Vorteil auf die starken Keywords zu setzen. Effektiver ist es, auf weniger stark besetzte, artverwandte Suchbegriffe, auch Nischenkeywords und vor allem auf Begriffsketten bzw. Suchphrasen (Long-Tail-Keywords) zu setzen. Am besten bedienst du dich der Sprache deiner Zielgruppe und baust dein Keyword-Set darauf auf.

2. Grauenhafte Webseitentexte

Es ist immer noch erschreckend zu sehen, dass selbst im 21. Jahrhundert Text-Spinning betrieben und unlesbare, mit Keywords vollgestopfte SEO-Texte erstellt werden. Wir fragen uns dann immer, wer will denn sowas lesen?! Stell dir vor, du suchst nach einem Dirndl, klickst eine Webseite an und liest dann so eine Beschreibung:

Sei ehrlich, würde dich der Content triggern und zum Kauf animieren? Dem obigen Negativbeispiel fehlt alles, was einen guten und lesbaren Text heute so ausmacht. Das Hauptkeyword „Dirndl billig kaufen“ wird gefühlt wie ein Mantra gepredigt und kommt im 249 Wörter kurzen Text 13 Mal vor. Darunter leidet vor allem die Lesbarkeit, die mindestens genauso weit entfernt ist, wie Australien von Europa. Produktinformation, Besonderheiten, Kaufanreize? Fehlanzeige. Eigentlich sollte jeder Webmaster heutzutage wissen, wie wichtig wirklich gute Inhalte sind und was sie ausmacht:

  • Für Nutzer und nicht für Suchmaschinen geschrieben
  • Informativ und mit Mehrwert, Nutzwert und Relevanz
  • Zielgruppengerecht
  • Einzigartig (Unique-Content)
  • Sinnvoll strukturiert und aufgebaut
  • So lang wie nötig, so kurz wie möglich

Onlineredakteure oder Texter, die ihr Handwerk verstehen, wissen, dass der Text den Leser erreichen muss und Suchmaschinen immer besser darin werden die Qualität des Contents zu bewerten. Die wichtigste Regel lautet: Schreibe Inhalte für deine Besucher/Kunden/Zielgruppe und nicht um die Bots der Suchmaschine zu füttern.

3. Externe und interne Verlinkung

Es gibt Fehler, die die Suchmaschinen ziemlich konsequent „abstrafen“. Einer davon sind eingehende Verlinkungen mit nichtssagenden Ankertexten, keine thematische Zuordnung oder eine übermässige Nutzung von Money-Keywords in den Linktexten. Achte also darauf, dass der Text eines Links zum Inhalt der Zielseite passt. Ankertexte gelten bei Google im Übrigen als Rankingfaktor und sollten daher nicht vernachlässigt werden. Prüfe regelmässig dein Linkprofil auf neue und auch schädliche Verlinkungen. Denn auch grosse Brands oder andere Big-Player im Netz, sind von einer eventuellen Abstrafung durch die Suchmaschinen nicht ausgeschlossen.

Bei internen Links solltest du darauf achten, dass das gleiche oder ein ähnliches Keyword bzw. der gleiche/ähnliche Linktext für eine URL verwendet wird. Zu viele Links auf dieselbe Zielseite sind aber auch nicht sinnvoll. Sobald eine Seite nämlich mehrfach in ein und demselben Dokument verlinkt wird, erhält nur der erste Link die volle Kraft der Verknüpfung (Linkpower/Link-Juice).

4. Lange Ladezeiten – lädst du noch oder verkaufst du schon?!

Manche Webseiten und Onlineshops stellen ihre Besucher vor eine absolute Geduldsprobe. Die Seite wird angeklickt und lädt und lädt und lädt und lädt … und wenn sie noch nicht abgestürzt ist, lädt sie noch heute! Nichts ist schlimmer, als Ewigkeiten darauf zu warten, bis sich endlich mal die Seite öffnet. Zu lange Ladezeiten sind aber nicht nur der blanke Horror für jeden Webseitenbesucher, sondern auch für Webseitenbetreiber. Zahlreiche Studien zeigen eine hohe Korrelation zwischen guten Rankings und einer kurzen Ladezeit.

Um die Ladezeit und somit die Geduld deiner Besucher nicht unnötig auszureizen, solltest du insbesondere auf unnötige und abertausende Skripte verzichten. Das Gleiche gilt für das Hochladen von Bildern in der höchsten Stock-Qualität, denn Bildgrössenfehler bzw. nicht komprimierte Bilder vervielfachen die Ladezeit. Im besten Fall stellst du die Bilder in einem modernen Bildformat zur Verfügung. Das erspart die Datenvolumen und verkürzt die Ladezeit. Aktiviere zudem das Browser-Caching und die gzip-Komprimierung in der .htaccess-Datei.

5. Fehlende Meta-Angaben

Fehlende oder mangelnde Meta-Angaben gehören erstaunlicherweise immer noch zu den häufigsten SEO-Fehlern. Warum Title und Description so oft vernachlässigt werden, ist uns ehrlich gesagt ein Rätsel. Schliesslich sind es der Title und die Description, die bei den Suchenden als erster Berührungspunkt gelten, bevor eine Seite überhaupt aufgerufen wird. Seitentitel und Seitenbeschreibung können somit für einen ersten Klick sorgen und sind enorm wichtig. Auch wenn die Description durch die Suchmaschine automatisch generiert werden kann, solltest du diese individuell erstellen. Hier hast du die Möglichkeit, dem Suchenden entscheidende Argumente zu liefern und dadurch den Anreiz zu schaffen, auf dein Suchergebnis zu klicken. Besonders hilfreich zur Steigerung der Click-Through-Rate sind ASCII-Sonderzeichen wie z. B. Pfeile und weitere Symbole, die ins Auge fallen und eine Botschaft suggerieren können.

6. Kryptische URL-Strukturen

Verstehst du bei URLs wie z. B. http://www.abc.ch/index.php?id=80014&tx_abcnews_km1 nur Bahnhof? Prima, wir auch! Obwohl die URL-Struktur zu den zentralen Bestandteilen der Technischen-Optimierung gehört, wird sie oftmals nicht aktiv optimiert. Das Ergebnis ist meist Duplicate-Content und ein schlecht gelaunter Suchmaschinen-Crawler. URLs sollten immer so gestaltet werden, dass der Nutzer direkt erkennen kann, was ihn auf der Seite erwartet. Vermeide wenn möglich Parameter sowie IDs und versuche die URL so wenig wie nur möglich zu verschachteln, denn die Verzeichnistiefe spielt im SEO auch eine Rolle.

7. Einmalige Suchmaschinenoptimierung

SEO ist niemals eine einmalige Massnahme, sondern häufig mehrere fortlaufende Prozesse. Viele Unternehmen sehen das jedoch anders und investieren grosse einmalige Summen, um die Webseite oder den Shop auf Vordermann zu bringen. Danach passiert jahrelang nichts, der Algorithmus ändert sich, neue Wettbewerber tauchen auf und die einstmals guten Rankings sind weg. Besucher verirren sich eher zufällig auf die Seite, es kommen kaum noch Kunden, keine neuen Leads oder Abverkäufe. Suchmaschinenoptimierung bedeutet, die Webseite oder den Shop immer wieder zu optimieren, neue Entwicklungen und Trends am Markt zu beobachten und sich stetig weiterzubilden.

Fazit: SEO-Fehler sind einfach zu vermeiden

Der Überblick über die 7 mir am häufigsten begegneten SEO-Fehler zeigen auf, dass man in der Suchmaschinenoptimierung einiges falsch machen kann. Dabei sind sich insbesondere Einsteiger und Unternehmer ohne Online-Erfahrung nur selten darüber bewusst, dass die Suchmaschinenoptimierung eine durchaus komplexe Angelegenheit mit vielen Teilbereichen ist und ein gewisses Know-how erfordert. Ein grosser Teil dieses Wissens lässt sich innerhalb weniger Wochen aneignen, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Häufig gibt es Sonderfälle bzw. sehr individuelle Lösungen, für die man eine gewisse Erfahrung mitbringen muss um das bestmögliche Resultat zu erzielen. Wenn du jedoch viel Geduld, das nötige Gespür für Technik und Design sowie ein gewisses Feingefühl für die Welt der Suchenden hast, wirst du über kurz oder lang mit nachhaltig guten Rankings belohnt.