Foto vom Weihnachtsbummel

Weihnachtsbummel wird digital – So bereitest du dich optimal darauf vor

Für die meisten Menschen gehört das Weihnachtsfest zu den emotionalsten Momenten im Jahr. Auch für Onlineshopbetreiber ist die vierte Jahreszeit „emotional“ – immerhin erzielen sie zu dieser Zeit rund 30 % des gesamten Jahresumsatzes. Im Durchschnitt kauft bereits jeder fünfte seine Weihnachtsgeschenke online. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie werden es 2020 noch deutlich mehr sein, denn auf dichtes Gedränge in den Einkaufsstrassen werden die meisten wohl freiwillig verzichten. Strenge Hygienevorschriften, Abstandsregeln, Maskenpflicht und der Einlass geringer Personenzahlen in den stationären Geschäften machen das Einkaufen zwar grundsätzlich möglich, Spass macht das unter den erschwerten Bedingungen aber nicht. Ein Pluspunkt für alle Shopbetreiber, denn aktuell werden selbst Fans des Offline-Shoppings „gezwungenermassen“ immer häufiger zu Online-Shoppern.

Early-Shopper und Last-Minute-Shopper erreichst du jedoch nur, wenn du entsprechende Vorbereitungen frühzeitig getroffen werden. Beginnst du mit der Planung oder einem Konzept erst Ende Herbst oder gar im Dezember, wirst du potenzielle Kunden und Besucher eher an deine Konkurrenz verlieren. Damit das nicht passiert, geben wir dir praktische Tipps und erklären, wie du das Maximum aus dem Weihnachtsgeschäft herausholen kannst.

Für Onlinehändler beginnt das Weihnachtsgeschäft bereits im Spätsommer

Draussen sind es warme 30 °C und deine Kunden geniessen noch die letzten warmen Sommertage. Das letzte woran man jetzt denkt, ist die kalte und dunkle Jahreszeit, Schneemänner, Nikoläuse und den Song Last Christmas von Wham. Jeder, der nichts mit den Bereichen E-Commerce oder stationärem Handel zu tun hat, braucht sich auch keine Gedanken zu machen. Du als Onlineshop-Betreiber allerdings schon. Denn für dich sollten die ersten Vorbereitungen auf das kommende Weihnachtsgeschäft bereits im Spätsommer beginnen. Nicht ohne Grund stehen Lebkuchen, Spekulatius und Schoko-Weihnachtsmänner schon im September in den Regalen der Supermärkte.

Die eher umsatzschwächere Sommerzeit ist der ideale Zeitpunkt, um deinen Shop aufzuräumen, zu überarbeiten und auf die kommende Weihnachtszeit vorzubereiten. Fängst du erst im November mit den Vorbereitungen an, könnte es bereits zu spät sein, denn die meisten nutzen bereits die im November stattfindenden Aktionstage BlackFriday und CyberMonday, um nach passenden Weihnachtsgeschenken für ihre Liebsten zu suchen. Um die umsatzstärkste Zeit ohne viel Stress zu überstehen, solltest du frühzeitig anfangen und den einen oder anderen unserer Tipps beherzigen:

Weihnachtsputz in deinem Shop – Usability und Produktpräsentation prüfen

Nutze die eher ruhigere Sommerphase, um deinen Shop auf Herz und Nieren zu testen und verschiedene Check-ups durchzuführen. Zudem solltest du einen Blick auf den gesamten Shop werfen und überlegen, ob er nutzerfreundlich ist und Produkte ansprechend präsentiert werden. Besucher und Kunden erhalten zwar im Netz jede Menge Inspirationen für mögliche Geschenke, sie können die Ware jedoch nicht anfassen oder anprobieren. Möchtest du möglichst viele Kunden davon überzeugen dennoch in deinem Shop zu bestellen, musst du deine Waren entsprechend beschreiben und präsentieren. Ausserdem musst du den Verkäufer bzw. Berater ersetzen, der in der realen Welt häufig hinzugezogen wird. Eine gute und ansprechende Produktpräsentation sowie eine hohe Nutzerfreundlichkeit sind enorm wichtig, um deine Besucher von dir und deinem Shop zu überzeugen. Bei deinem Weihnachtsputz solltest du auf folgende Punkte achten bzw. prüfen:

  • Serverkapazität erhöhen und auf hohe Auslastung vorbereiten.
  • Lade- und Erreichbarkeitsprobleme prĂĽfen und beheben.
  • Darstellung auf mobilen Endgeräten möglich und korrekt?
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Onlinezahlungen eingefĂĽhrt?
  • Webseite rechtssicher und DSGVO-konform (ja, auch in der Schweiz relevant) gestaltet?
  • Einfache und standardisierte Gestaltung der Webseite.
  • Selbsterklärende Navigation sowie kurze Klickwege.
  • Elemente, die den Kunden zum Handeln auffordern (Call-to-Action).
  • Logische und fĂĽr den Kunden nachvollziehbare Gliederung der Produktgruppen.
  • Ansprechende Produktfotos sowie Produktbeschreibungen, die neugierig machen und zum Weiterlesen animieren.
  • Transparente Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie die Möglichkeit der Sendungsverfolgung.

Tipp: Wenn deine Kunden und Besucher nicht ausschliesslich aus der Schweiz, Österreich oder Deutschland kommen, solltest du eventuell deine Zahlungsmethoden anpassen und für alle Länder den jeweils beliebtesten Payment-Anbieter zur Verfügung stellen.

Neue Märkte erschliessen und Multi-Channels nutzen

Du kennst es sicherlich selber: Für die Suche nach einem bestimmten Produkt, tippst du den Suchbegriff oder den Produktnamen entweder bei Google ein oder aber direkt in das Suchfeld eines Online-Marktplatzes. Insbesondere die BigPlayer wie Amazon und Ebay stellen nicht nur einer der grössten Vertriebskanäle im eCommerce dar, dort lassen sich Käufe auch mit sehr wenig Aufwand tätigen. Falls du noch nicht auf Online-Marktplätzen gelistet bist, dann erweitere deine Vertriebskanäle und hole diesen Schritt nach.

Konzentriere dich jedoch nicht ausschliesslich auf die Big Player, sondern wirf auch einen Blick in Social Networks – allen voran Pinterest. Die Online-Pinnwand ist das einzige Netzwerk, welches als zukunftsgerichtet gilt und nicht unterschätzt werden sollte. Pinterest galt zu Beginn als Paradies für alle, die gerne selber basteln oder nach Inspirationen für DIY-Projekte, Dekorationen, Einrichtungsstile oder Geschenkideen suchen. Mittlerweile entwickelt sich die digitale Pinnwand immer mehr zur Shopping-Plattform und gilt nicht mehr nur als DIE Inspirationsquelle im Social Web. Grösster Vorteil von Pinterest ist, dass die Nutzer offen für Anregungen sind und Lust haben zu shoppen. Genau das kannst du dir zunutze machen und auf deiner Seite für einen ordentlichen Traffic-Anstieg sorgen. Das Prinzip ist super simpel: Du legst einen Pin an und veröffentlichst ihn. Klickt ein Nutzer auf deinen Pin, landet er direkt in deinem Shop.

Du bist dir nicht sicher, wie du eine Multi-Channel-Strategie erstellen oder umsetzen sollst? Dann helfen wir dir gerne. Wir analysieren und ermitteln das Potenzial und geben dir ein massgeschneidertes Konzept an die Hand. Denn nur wenn die Strategie stimmig ist, kannst du einer der wichtigsten Umsatztreiber im Onlinegeschäft für dich nutzen.

Geschenkideen liefern und Lager fĂĽllen

Viele wissen oftmals bis kurz vor Heiligabend nicht, was sie wem schenken sollen. Genau dieses Problem kannst du dir zunutze machen und dem Suchenden dabei helfen etwas Passendes zu finden. So kannst du zum Beispiel Artikel anbieten, die sich besonders gut als Geschenk für verschiedene Personengruppen eignen. Auch ein Geschenkefinder oder ausgefallene Geschenke können bei der Suche weiterhelfen. Bedenke jedoch, dass die Geduld des Kunden zur Weihnachtszeit eh schon recht strapaziert ist. Überfordere sie also nicht. Stell dich bzw. deine Webseite besser als Helfer dar, der den gestressten Geschenkesuchenden behilflich ist und unter die Arme greift.

Da zur Vorweihnachtszeit mehr Kunden deinen Shop besuchen werden, solltest du natürlich über ein prall gefülltes Lager verfügen und schnell liefern können. Waren, Verpackungs- und Versandmaterialien sowie die personellen Kapazitäten bei der Abfertigung solltest du unbedingt frühzeitig einplanen. Denke auch an die Last-Minute-Shopper und biete zum Beispiel einen Expressversand an.

Tipp: Oftmals haben Kunden keine Lust alle Geschenke selber zu verpacken oder haben schlichtweg kein Talent dafĂĽr. Umso erfreuter werden deine Kunden sein, wenn du einen Einpackservice gegen einen kleinen Aufpreis anbietest. Die ausgesuchten Geschenke werden hĂĽbsch weihnachtlich und ggf. sogar personalisiert verpackt und versendet.

Die Magie der Rabatte, Gutscheine und Aktionen

Rabatte und Gutschein-Codes oder spezielle Deals gibt es beinahe das ganze Jahr über. Aber keine Rabattaktion und kein Gutschein hat soviel Anziehungskraft wie spezielle Aktionen zur Weihnachtszeit. Ob du den klassischen Weg wählst und einen kleinen Rabatt an deine bestehenden Newsletter-Abonnenten versendest, Werbekampagnen auf verschiedenen Social-Media-Kanälen schaltest und Gutscheine oder ein Gewinnspiel bewirbst – deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Bei Kunden und Neukunden sind im Übrigen Adventskalender sehr beliebt. Hinter jedem Türchen verstecken sich dann entweder täglich wechselnde Rabatte auf verschiedene Produkte, Gratisproben oder kleine Geschenke ab einem bestimmten Bestellwert oder kostenlose Services. Dank gezielter Aktionen und attraktiver Rabatte generierst du nicht nur Aufmerksamkeit, sondern kannst auch deine Zielgruppe kurzfristig erreichen. Voraussetzung für gut laufende Aktionen ist aber immer, dass du deine Zielgruppe kennst und weist wie deine User ticken.

Tipp: Denke auch an sogenannte „Ausweich-Rabatte“. Ist das eigentlich vom Webseitenbessucher gewünschte Hauptprodukt ausverkauft, kannst du eine Enttäuschung vermeiden, indem du einen Rabatt für ein Ausweichprodukt anbietest.

Fazit – Rechtzeitige Vorbereitung bedeutet deutlich weniger Stress

Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Um nicht von den grossen Online-Händlern und Marktplätzen überrollt zu werden, sollten Shopbetreiber bereits im Spätsommer mit der Organisation sowie der Planung für das kommende Weihnachtsgeschäft beginnen. Spätestens ab Herbst startet dann die erste Umsetzungsphase verschiedener Massnahmen. Mit der richtigen Strategie steht einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft nichts mehr im Wege. Solltest du Unterstützung bei der Umsetzung von Kampagnen, Webdesign oder SEO-Massnahmen benötigen, sprich uns gerne an.