Alles, was du zu Google Ads wissen musst

Google AdWords ist tot – lang lebe Google Ads!

Das von Google im Oktober 2000 eingeführte Programm „Google AdWords” wurde 2018 begraben und als Google Ads wiedergeboren. Nein, Spass beiseite. Die Umbenennung und das Rebranding erfolgten im Rahmen einer Umstrukturierung in Bezug auf die Werbeprodukte. Wir erklären dir, was Google Ads alles kann und warum es sich bestimmt auch für dich lohnt, einen Teil deines Online-Marketing Budgets in Ads.

Warum Google AdWords in Google Ads umbenannt wurde

AdWords wurde bereits zu Beginn des Internets im Jahr 2000 als Werbenetzwerk von Google geschaffen. Damit sollten Unternehmen relevante Werbeanzeigen ĂĽber die Google-Suche gezielt an potenzielle Kundinnen und Kunden ausspielen, um Leads, Anrufe, Besuche oder Käufe vor Ort oder um zusätzlichen Traffic und Umsätze fĂĽr die eigene Webseite oder den Onlineshop zu generieren. Selbstverständlich hat Google als betriebswirtschaftlich agierendes Unternehmen Geld dafĂĽr verlangt. Keiner konnte jedoch vorhersehen, dass AdWords binnen kĂĽrzester Zeit zur Haupteinnahmequelle fĂĽr den grössten Suchmaschinenbetreiber wurde. Bereits ein Jahr nach der MarkteinfĂĽhrung von damals noch Google AdWords, machte die Suchmaschinenwerbung gut 96 % aller Umsätze bei Google aus.

Auch 18 Jahre nachdem AdWords das Licht der Welt erblickte, gehört Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising – kurz: SEA) für Betreiber einer Webseite oder eines Onlineshops zu den mächtigsten Werbemöglichkeiten. Doch auch wenn das System permanent weiterentwickelt wurde und im Laufe der Zeit immer mehr Funktionen und Anwendungen hinzugefügt wurden, musste sich das Unternehmen etwas einfallen lassen und seine Werbeprodukte dem Stand des digitalen Zeitalters anpassen. Reine Textanzeigen in den Suchergebnissen reichten schon länger nicht mehr aus, es mussten dringend smartere Formate für verschiedene Kanäle her. Also entschied sich Google nicht nur für eine generelle Umstrukturierung der Werbeprodukte, sondern auch gleich für ein Rebranding inklusive neuem Namen und neuem Logo.

Am 24.07.2018 war es dann soweit und aus Google AdWords wurde Google Ads. Seitdem sind im Übrigen auch einige angebotenen Werbedienste unter einem Dach vereint. Aus der Google Analytics Suite wurde die „Google Marketing Plattform“. Dadurch wurden alle wichtigen 360-Tools wie Analytics, Surveys, SearchAds, Data Studio, Tag Manager und Optimize gebündelt. Neu hinzugekommen sind Display 360 und Video 360.

Zudem wurde deutlich an der Anwenderfreundlichkeit geschraubt und ein deutlich besseres und einfacheres Benutzererlebnis geschaffen. Während Google AdWords aufgrund der Komplexität eher von erfahrenen oder grösseren Unternehmen genutzt wurde, möchte Google mit Ads nun Werbung für jeden anbieten. Dadurch soll insbesondere kleinen Unternehmen wie z.B. dem Dachdecker, dem Blumenladen oder dem Restaurant der Einstieg in die digitale Welt der Werbung deutlich leichter und einfacher gemacht werden.

Wie funktioniert das Auktionsprinzip?

Für das Tech-Unternehmen selbst ist sein hauseigenes Werbeprogramm immer noch einer der wichtigsten Einnahmequellen. Zudem ist Google im deutschsprachigen Raum mit einem Anteil von rund 90 Prozent die meistgenutzte Suchmaschine. Kein Wunder also, dass viele Webseitenbetreiber und Onlineshops auf personalisierte Werbeanzeigen innerhalb der Suchresultate setzen. Doch wie genau funktioniert das Prinzip hinter Google-Ads-Anzeigen? Wir erklären es dir:

Auf der Suchergebnisseite werden neben den organischen Sucherergebnissen maximal 7 Plätze für Werbeanzeigen vergeben. Diese unterteilen sich in bis zu vier Anzeigen über den regulären unbezahlten Suchergebnissen und bis zu drei weitere unterhalb der Liste mit den organischen Suchresultaten. Welche Werbeanzeige wo platziert wird, bestimmt Google durch ein Auktionsverfahren. Grundlage hierfür ist die vom Nutzer eingegebene Suchanfrage sowie die zur Frage passenden und die bei Google Ads hinterlegten Keywords und dazugehörigen Match Types des Werbetreibenden. Gibt es eine Übereinstimmung, steigst du als Werbetreibender in das Auktionsverfahren ein. Ob überhaupt und wenn ja auf welchem Rang (AdRank) deine Anzeige ausgeliefert wird, entscheidet neben dem Qualitätsfaktor (dazu weiter unten mehr) dein hinterlegter maximaler Cost-per-Click (CPC). Hierbei legst du fest, wie viel Google maximal für einen Klick auf deine Anzeige berechnen und wieviel Geld pro Tag maximal für Werbung ausgegeben werden darf. Nun bist du in Googles Werbeblase natürlich nicht alleine und es gibt in der Regel gleich mehrere passende Anzeigen für eine Suchanfrage. Dann vergleicht Google die jeweiligen Komponenten aller infrage kommenden Werbetreibenden und vergibt Platz 1 bis 7 an die Höchstbietenden und qualitativ besten.

Die reine Ausspielung der Anzeige kostet dich im Ăśbrigen noch nichts. Kosten entstehen erst dann, wenn der Suchende auf deine Anzeige klickt.

Welche Rolle spielt der Qualitätsfaktor?

Im Bieterverfahren spielen für Google auch verschiedene Komponenten innerhalb des sogenannten „Qualitätsfaktors“ eine entscheidende Rolle. Der Quality Score ist Keyword-bezogen und wird bei jeder Suchanfrage neu berechnet. Zudem werden je nach Endgerät, Netzwerk (Such-Netzwerk & Display-Netzwerk) oder Anlass verschiedene Qualitätsfaktoren einbezogen, die sich jedoch nicht gegenseitig beeinflussen.

Zu den Faktoren gehören unter anderem:

  • Klickrate fĂĽr die Anzeige, Anzeige-URL und Keyword
  • Relevanz von Keywords und Anzeige zur Suchanfrage sowie von Keyword zur Anzeige
  • Landingpage und Zielseite
  • Regionale und historische Kontoleistung

Die zahlreichen Qualitätsfaktoren sollen einen weitreichenden Einfluss und somit konkrete Auswirkungen auf den Erfolg oder Misserfolg der Anzeigenschaltung haben. So ist es durch eine Verbesserung der Qualität beispielsweise möglich, trotz geringerem oder gleichem CPC eine höhere Position zu erlangen.

Wo finde ich meinen Qualityscore im Google Ads-Konto?

Für jedes Keyword, auf dass du Werbung schalten möchtest, wird ein Faktor zwischen 1 und 10 vergeben. Wobei 1 die schlechteste und 10 die beste Bewertung ist. Um deinen Qualityscore einsehen zu können, musst du in deinem Google Ads-Konto die Spalten anpassen und die Informationen zum QS als zusätzliche Spalte einfügen.

Darauf solltet du bei der Erstellung von Google Ads Kampagnen achten

Wie sagte der amerikanische Informatiker Grady Booch doch so schön: „A fool with a tool is still a fool“! Wie bei jedem anderen Tool ist somit auch Google Ads nur so gut, wie es vom Anwender bedient wird. Und auch wenn das neue Google Ads im Gegensatz zum vorherigen Google AdWords an einigen Stellen leichter und verständlicher wurde, ist es für Neulinge immer noch nicht einfach zu verstehen. Aufgrund der unzähligen Einstellungsmöglichkeiten und der Komplexität können selbst kleine Fehler oder verkehrte Einstellungen grosse Auswirkungen auf deine Kampagne haben.

Manche Kampagnen-Einstellungen sind per Default voreingestellt, was es Dir als Anwender vereinfachen soll. Hier lauern jedoch einige Fallstricke:

Standort

Beim Standort solltest du zum Beispiel nur in dem Gebiet werben, wo sich deine potenziellen Kundinnen und Kunden aufhalten. Grenze den lokalen Radius manuell ein und definiere ihn so, wie du ihn brauchst. Schweizweit zu werben bringt nun mal bei kleinen lokalen Anbietern und Dienstleistern in der Regel nicht viel und kostet nur unnötig Geld.

Keyword Vorschläge

Bei der Suche nach passenden Keywords schlägt dir das System neue Keywords vor, basierend auf vergangenen Suchbegriffen. Du könntest alle Vorschläge natürlich zu deinem Keyword-Set hinzufügen. Gerade bei limitierten Budgets ist es jedoch sinnvoll, ganz genau zu bestimmen und auszuwählen.

Broadmatch

Ähnlich wie die Keyword-Vorschläge bietet dir Google auch noch die Möglichkeit, verschiedene Match Types einzubuchen, wie zum Beispiel „weitgehend passende Keywords“ (Broadmatch). Auch hier ist Vorsicht geboten und du solltest mit Negativlisten arbeiten. So kann dir Broadmatch aber helfen, deine User besser kennenzulernen und verstehen zu können, wofür sie sich wirklich interessieren. Dies erhöht die Chance, neue Kunden zu gewinnen.

Fehlende Optimierung

Nichts ist schlimmer als Stillstand. Das gilt auch fĂĽr deine Ads-Kampagnen. Optimierst und verbesserst du deine Kampagnen nicht fortlaufend, verschwendest du wertvolles Potenzial und Geld.

Es gibt noch viele weitere Beispiele für lauernde Fehler. Wenn du kein Risiko eingehen möchtest oder nicht genau weisst wie Google Ads funktioniert, helfen wir dir als Agentur mit dem entsprechenden SEA Know-how gerne weiter. ads&figures ist Google Partner und spezialisiert auf jegliche Google-Produkte. Kontaktiere uns einfach für ein individuelles Angebot, damit dein Online-Werbung optimal in der Suchmaschine erscheint.

Fazit zu Google Ads

Ob Google AdWords oder Google Ads – auch nach dem Relaunch des Onlinewerbeprogramms des grössten Suchmaschinenbetreibers, ist es immer noch unglaublich mächtig um zielgerichtete Kampagnen auszusteuern. Die Vorteile liegen auf der Hand: Werbetreibende können Anzeigen schalten, um Nutzer genau in dem Moment online zu erreichen, in dem sie Interesse an verschiedenen Produkten oder Dienstleistungen zeigen. Dadurch erzielen sie mehr Klicks und gewinnen potenziell mehr Kunden. Für Webseiten und Onlineshops eine tolle und effiziente Möglichkeit, ihre Umsätze oder ihre Bekanntheit zu steigern. Auch wenn bereits kräftig an der Schraube für Bedienbarkeit gearbeitet wurde, lauern jedoch insbesondere für Laien immer noch einige Fehlerquellen.